Wer mich oder meine Publikationen kennt, weiss, dass ich nicht den Standpunkt "Alles digital - alles gutt!" vertrete. Natürlich habe ich auch mehrere Rechner mit ProTools, Logic, Cubase und anderem Brimborium im Studio. Damit kann man auch wirklich tolle Sachen machen, von denen man im Analog-Zeitalter nur träumen konnte. Die Betonung bei diesem Satz liegt jedoch auf dem Wort "auch"!

Wie die meisten anderen auch, arbeite auch ich mittlerweile fast nur noch am Rechner. Aber:
Auch rein digitale Produktionen werden bei mir vorzugsweise analog gemischt, es tut den Signalen sehr gut, wenn sie nochmal über ein (gutes) Analog-Pult laufen und zumindest teilweise auch analog bearbeitet werden. Rein rechnergestützte Mischungen klingen gern etwas zweidimensional - eine Meinung die ich übrigens mit vielen anderen Tonkutschern teile.

Es kommt auch durchaus vor, das nach opulenten Schneide-Orgien im Rechner ein Grossteil oder auch alles mit satt Pegel auf die Studer A 80 überspielt wird und erst von dort gemischt wird, das klingt dann nochmal anders!
Meine Studer A 80 ist übrigens nicht irgendeine 2"/24-Spur-Maschine, sondern aus meiner Zeit im legendären "Musicland"-Studio bei mir "hängengeblieben". Auf genau diesem Gerät wurden damals viele bekannte Alben produziert, u. a. von: Queen, Rolling Stones, Deep Purple, ELO, Iron Maiden, Freddy Mercury (solo), Spandau Ballet, Meatloaf, Billy Squire, Audrey Landers etc. - und das sind nur die bekanntesten.

Ausser der Studer ist das analoge Herzstück eine Saber-36/24/16/2- Konsole von Allen & Heath, incl. einer umfassenden Patchbay.


Dann gibt es natürlich einiges an analogem Outboard-Equipment, darunter Geräte von Urei, Lexicon, dbx, Roland, Kunle, TC, Aphex, SPL, Niche, Ashly, Yamaha, BSS, Lößer etc.

Abgehört wird auf Mackie HR 824, Yamaha NS10, einer HiFi/JBL Control1- und einer Yamaha 5.1/JBL Control1/SB1-Kombination.

Die digitale Abteilung basiert auf einem DSP-gestütztem RME-Hammerfall-System mit 24 In/Outputs und verschiedenen Software-Oberflächen. Des weiteren gibt es noch auf nativer Ebene eine Audiowerk 8/2 und ein Emi 6/2, macht summa summarum 38 physikalische Outputs. Das alles kann auf bis zu 3 Rechnern laufen (wer's braucht ;-)) Selbstverständlich läuft das alles incl. der Studer synchron.
Plugins in Hülle und Fülle und vor allem eines: Das nötige Knowhow und die Ohren, das alles vernünftig und musikdienlich einzusetzen!

 

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