Mastering

Der Veredelungs-Prozess.

Wenn die Mischung ein gut erhaltener amerikanischer Strassenkreuzer aus den 50ern ist, dann ist das Mastering die rote Metallic-Lackierung nebst Chromleisten dazu!

Um bei einem Album ein homogenes Klangbild zu erhalten, ist eine Angleichung der Mixes in Klangfarbe und Lautheit meist unumgänglich; aufgrund des unterschiedlichen Materials und der Tagesform beim jeweiligen Mix besteht Handlungsbedarf.

Streetlive Family: Don't Stop The Music
Allerdings: Gutes Mastering ist weit mehr als nur ein Brickwall-Limiter auf der Summe!
Das dynamische "Gefühl" soll erhalten, das Signal aber verdichtet und veredelt werden. Selbst Mischfehler kann man dabei bis zu einem gewissen Grad noch ausbügeln und das Frequenz-Spektrum an gängige Produktionen angleichen.
Um den Unterschied deutlich zu machen, "springt" der Film zwischen der originalen und gemasterten Version hin- und her.

Beim "Mastern" wird auch die Endmontage des Albums vorgenommen. Die Pausen zwischen oder ggf. die Überblendungen der einzelnen Titel ineinander werden hier erstellt, die Marker für die Endgeräte gesetzt und man hört zum ersten Mal das fertige Endprodukt. Hierbei entsteht das sog. Pre-Master, die Vorlage, die in das Presswerk wandert.

Re-Mastering:

Paul Vincent: Sternreiter
Beim Re-Mastern geht es meist darum, ältere Aufnahmen (Mixes) "aufzufrischen".
Wenn man das Band-Rauschen erst mal entfernt hat, kann man mit allerlei kreativer Klang-Architektur dem Material neues Leben einhauchen. Im konkret vorliegendem Beispiel klang der Ur-Mix ziemlich "topfig", es fehlte an Tiefbass und vor allem an Höhen. Mit einer reinen Höhen-Anhebung hätte man das Rauschen aber deutlich hörbar gemacht. Wie man aber hört, hört man (fast) nix. Musik natürlich schon ;-)
Auch hier mit Vorher/Nachher-Vergleich.

Auf der Seite Discografie finden Sie weitere Hörbeispiele.